Beim Spitzenreiter deutlich unterlegen

Mit einer 31:23 (16:9) Niederlage beim Ligaprimus Fortuna Düsseldorf musste sich die TSG am vergangenen Sonntag ziemlich deutlich geschlagen geben.

Dabei kamen von Beginn an nie Zweifel auf, wie dieses Spiel wohl enden würde. Auf eine 4:0 Führung für die Fortuna folgte eine schnelle Erhöhung des Resultates auf 9:2. Schon nach wenigen Minuten schien das Spiel entschieden. Die TSG agierte vollkommen ideenlos, ohne Konzept und Torgefahr in der Offensive und ohne Durchschlagskraft und kaum abgewehrten Bällen in der Defensive. Das TSG Tor glich einer Schießbude in dem jeder Fortune zuschlagen durfte, getreu dem Kirmes-Motto „jeder Schuss ein Treffer“. So trugen sich als Beleg dessen schließlich alle Spieler des Gegners mit Ausnahme der Torhüter in die Torschützenliste ein.

Auf der Gegenseite agierten alle TSG Spieler weit unter ihren Möglichkeiten und luden durch gravierende technische Fehler im Aufbau den Gegner zu schnellen Gegentoren ein. Dabei sollte wohl eher nicht das Argument als Entschuldigung herangezogen werden, das Spiel findet an einem ungünstigen Zeitpunkt am Sonntagnachmittag statt, an dem ein erfolgreiches und konzentriertes Handballspielen etwas schwerer fällt als sonst.

Eine zaghafte Wende konnte eingeleitet werden, nachdem Mitte der ersten Halbzeit Sebastian Kiekbusch und Jens Dick eingewechselt wurden. Ebenso schaltete Trainer Hampel sich selbst ins Spielgeschehen ein. Das Benrather Angriffspiel begann zunehmend Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben und Torgefahr zu entwickeln. So konnte ein zwischenzeitliches 13:8 als Erfolg verbucht werden. In die Pause ging es jedoch trotzdem mit einen 16:9 Rückstand.
In der zweiten Hälfte schaffte es die TSG immer mal wieder den Abstand auf 5 Tore zu verringern. Geschuldet ist dies jedoch auch der Tatsache, dass Fortuna zum einen durchwechselte und zum anderen aufgrund der sicheren Führung wohl auch weniger konzentriert zur Sache ging. Schließlich baute der Ligaprimus die Führung bis zum Schlusspfiff wieder auf 8 Tore aus und ging als verdienter Sieger vom Platz.
Auf die TSG wartet nun als letzter Gegner 2014 die SG Ratingen Zweitvertretung in der Halle Koblenzer Str. Am Samstag den 13. Dezember um 18:30 Uhr wollen die Benrather nun Ihr Gesicht der ersten siegreichen Spiele der Saison zeigen und mit eurer Unterstützung die zwei Punkte im Düsseldorfer Süden behalten.

Torschützen: Mikosz, Peters, Kiekbusch (6), Dick (5), Hampel (5), Sevecke (2), Pachal (2), Prommer(1), Eckert (1), Dominik Czech, Sorge, Schluesener.

Es fehlten: Jan Erdmann, Patrick Czech.

Niederlagenserie gestoppt – Punktgewinn am frühen Sonntagmorgen

Mit einem 29:29 Unentschieden holt die TSG den ersten Punkt nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und kann somit wieder zählbares auf dem Punktekonto verbuchen.

Einige Elemente der starken Auftritte zu Beginn der Saison ließen sich wiedererkennen, insbesondere die Defensivarbeit zeigte wieder alte Stärken.

Zunächst sah es für die Benrather sogar besser aus, als der Endstand es hergab. Nach einem treffsicheren Start gelang es der TSG bis auf 14:10 wegzuziehen.  Jedoch verspielte man den Vorsprung kurz vor der Pause durch schwache eigene Abschlüsse,  welche die Meerbuscher im Gegenstoß anhand ihres Tempospiels eiskalt ausnutzten. Somit ging es mit einer knappen 15:14 Führung in die Pause, die deutlich höher hätte sein können, wenn nicht sogar müssen,  gemessen am Spielverlauf.

In der zweiten Hälfte begegneten sich die beiden Teams nun auf Augenhöhe. Die Führung wechselte hin und her und kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Somit können beide Mannschaften am Ende mit einem Punkt zufrieden sein.

Torschützen: Mikosz, Peters, Pachal (6), Sevecke (6), Prommer (6), Dominik Czech (5),  Dick (4), Sorge (1), Schluesener (1), Weber, Eckert, Kiekbusch.

Fehlend: Erdmann (Grippaler Infekt)

Knappe Niederlage in schwachem Handballspiel

Mit 23:21 (Halbzeit 11:10) ging am Ende die TG 81 Düsseldorf als knapper Sieger in einem Spiel vom Platz, welches im Minutentakt unterbrochen war und in dem nie ein richtiger Spielfluss zu Stande kam. 

Insgesamt gestaltete sich das Spiel sehr knapp und äußerst langsam und war von einer Reihe überharter Fouls durchzogen. Mitte der zweiten Hälfte konnte die TG 81 in Folge technischer Fehler im Benrather Aufbauspiel über wenige Kontersituationen die Führung auf 3 Tore ausbauen. Ansonsten gestaltete sich das Spiel auf Augenhöhe und mit ein bisschen mehr Tempo (Stichwort: Zweite Welle) hätte man aus Benrather Sicht noch einiges mehr erreichen können und die langsame Rückwärtsbewegung der Gastgeber ausnutzen müssen.

Als Novum dieser Saison musste Coach Stefan Hampel in Folge von Verletzungen der Abwesenden Patrick Czech und Chris Pachal  einige Zeit als Spieler einspringen. Diese Spielzeit vergoldete er sich mit fünf von fünf getroffenen Siebenmetern. Dennoch reichte es leider nicht dazu die wichtigen zwei Punkte mitzunehmen. Auf der Gegenseite konnte die TG 81 nur 2 von 7 Siebenmetern im Benrather Tor unterbringen.

Als nächster Gegner kommt der Meerbuscher HV am Sonntag den 30.November in die Kobi-Halle. Um 11:30 Uhr ist bereits Anpfiff. Hier wird die TSG versuchen, nach nun drei Niederlagen in Folge das Ruder wieder herumzureißen. Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung.

Tor: Mikosz, Peters

Torschützen: Hampel (5/5), Erdmann (3), Dick (2), Sevecke (2), Prommer (2), Kiekbusch (2), D.Czech (2/1), Sorge (2), Eckert, Schlüsener.

Viele Tore, keine Punkte

Mit einem 31:36 gegen die Zweitvertretung des TV Ratingen kassierte die TSG Erste ihre zweite Saisonniederlage. In einem Spiel, welches lange Zeit ausgeglichen war, konnten die Gäste sich zu Beginn der zweiten Hälfte entscheidend absetzen und die Zwei Punkte mit nach Hause nehmen.

Erfreulich aus Benrather Sicht ist zu nennen, dass sich das Team deutlich gegenüber der Leistung bei Jahn/West in den Punkten Kampfgeist und Treffsicherheit gesteigert hat. Leider konnte die Defensive nicht wie gewohnt überzeugen und lies viel zu viel einfache Gegentore zu. Zum Benrather Leidwesen verletzte sich Kapitän Patrick Czech schon nach ca. 5 Minuten nachdem er im Sprung unfairerweise geschubst wurde und sich bei der Landung am Knie verletzte.

Wie viele Aktionen in einem von beiden Teams sehr harten und teilweise unfair geführten Spieles kamen die Ratinger bei diesem schweren Foul mit einer harmlosen gelben Karte davon. Stattdessen gab es auf Benrather Seite in Halbzeit zwei eine rote Karte für ein zwar hartes, aber niemals rotwürdiges Zupacken in die Anstoßbewegung des Gegenspielers auf Außen. Sicherlich tat lautes Reklamieren und langes am Boden herumliegen der Ratinger Spieler sein Übriges, was aus Gesichtspunkten der Fairness zumindest fragwürdig erscheint.

Dennoch sollte sich keine der beiden Mannschaften hier beklagen. Nur drei Zwei-Minuten Strafen insgesamt ließen wohl erst zu, dass sich das Spiel derartig unfair von beiden Seiten entwickeln konnte. Ein frühzeitiges Entgegenwirken durch die frühe und gezielte Vergabe von Zwei-Minuten Strafen des Schiedsrichters, der ohne Partner das Spiel leiten musste, hätte der übertriebenen Härte und der teils flimreifen Theatralik einzelner Ratinger Spieler enge Grenzen setzen können. Am Ende stehen zwei Punkte für Ratingen in einem unterhaltsamen, torreichen Spiel mit herbem Beigeschmack.

Torschützen: Mikosz, Peters, Dick (7), Prommer (7), Pachal (7), Sevecke (4), Kiekbusch (4), Dominik Czech (1), Erdmann (1), Eckert, Schluesener, Patrick Czech.

Gebrauchter Sonntag im Westen

Das erste Spiel der Saison in fremder Halle schenkt die TSG Benrath mit einer 24:18 Niederlage an den Tabellenvorletzten Jahn/West kläglich ab.

Mag es an der Anwurfzeit Sonntag 14:30 Uhr liegen oder dem ein oder anderen Sündenbock auf dem Spielfeld, den man zur Erklärung seiner eigenen unterirdischen Leistung heranzieht. Es war das schwächste Spiel der laufenden Saison und das Ergebnis ernüchternder Trainingsbeteiligung und mangelndem Zusammenhalt und Kampfgeist im Team an diesem Spieltag.

Und natürlich sollte jeder den Fehler nicht beim anderen suchen, sondern zu allererst bei sich selbst. Zum Spiel gibt es diesmal wenig Erfreuliches zu berichten. Gestaltet sich das Spiel bis zur Pause noch recht ausgeglichen, geht Jahn/West in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit durch einen Freiwurf über den unsortierten Benrather Abwehrblock mit 11:10 in Führung. Die lautstarke Forderung von Trainer Hampel in der Halbzeitansprache, sich nun endlich vor allem im Abschluss zu konzentrieren und das wahre Gesicht auf dem Platz zu zeigen, verpufft sehr schnell. Erschreckende Quoten im Torabschluss durch zahlreiche Fehlwürfe sowohl aus dem Rückraum, als auch aus den sonst so sicheren 7-Meter und Konter Würfen sorgen dafür, dass der Gegner auf 19:14 wegzieht.

Benrath spielt ohne direkten Zug zu Gegenspieler und Tor, Spielzüge werden nicht zu Ende gespielt und der Abschluss geschieht nur noch durch hektische Einzelaktionen. Anstelle sich in einer geschlossenen Einheit, in der jeder für seinen Mitspieler kämpft, zu zeigen, offenbarten sich den Zuschauern sechs Akteure, die sich entweder vor ihrer Verantwortung versteckten oder gegenseitig versuchten die Fehler zuzuschieben. Gegenüber versagt auch die bisher so gelobte Defensive der TSG. Galt sonst die Devise des Trainers „Die neun Meter-Linie gehört uns“, so lud die Abwehr diesmal den Gegner zu zahlreichen Würfen über den Kreis und Außen ein und störte auch die Halben in ihrem Spiel nur wenig effektiv.

Ebenso blieb ab Durchgang zwei das sonst so lautstarke Reden in der Abwehr aus. Bis zum Schluss konnte Jahn/West so relativ ungefährdet den für sie am Ende verdienten 24:18 Sieg einfahren. Entscheidend wird sein, was die Mannschaft aus dieser ersten Saisonniederlage lernt. Coach Hampel forderte unmittelbar nach Abpfiff das Spiel schnell abzuhaken und durch Trainingsbeteiligung unter der Woche klar und deutlich zu machen, dass dies ein Ausrutscher war und so nicht wieder vorkommen wird.

Auch das mannschaftliche Gefüge steht nun auf dem Prüfstein. Jeder wird sich fragen müssen, was er persönlich erreichen will und was er selbst bereit ist für sein Team zu geben und auf dem Feld an Verantwortung zu übernehmen. Worte müssen in Taten – um genau zu sein – in Tore umgesetzt werden. Die Torschützen – Liste dieses Spieles belegt das Gesagte.

Torschützen: Mikosz, Prommer (5), Kiekbusch (3), Sevecke (3), Dick (3), Dominik Czech (2), Sorge (1), Erdmann (1), Eckert, Pachal, Schluesener.

Es fehlten: Patrick Czech (Krankheit), Stephan Peters (Verletzung).

Spielverlauf: 1:3, 3:3, 5:7, 8:7, 11:10, Halbzeit, 16:12, 21:15, 24:18.

„Starke Abwehrleistung sichert dritten Saisonsieg“

Mit einem 22:17 Heimsieg im Rücken verabschiedeten sich die Benrather nach dem Spiel vor den klatschenden Zuschauern in der heimischen „Kobi-Halle“, die ihrer TSG entgegen des letzten Spieles „zu Gast“ beim SFD wieder als Heimmannschaft an gewohntem Ort die Daumen drücken konnten.

Dieser Sieg war jedoch alles andere als ungefährdet und die Zuschauer erwartete ein packender Schlagabtausch zweier Teams, in dem am Ende der größere Wille und vielleicht auch die von Trainer Hampel in allen Trainingseinheiten forcierte Ausdauer der Gastgeber den entscheidenden Ausschlag gab, in einem Spiel, welches allen voran in der Defensive entschieden wurde.

Der Beginn verläuft seitens der in den neuen rot-schwarzen Heimtrikots auflaufenden TSG zunächst schleppend. Insbesondere durch eigene Fehlwürfe weit über das Tor und durch zwei Konter der Gäste aufgrund von Fang- und Passfehlern im Aufbauspiel führt der Gast nach ca. 11 Minuten 5:7 , als Coach Hampel zum ersten Mal die Grüne Karte zückt, um seinen Männern lautstark ein paar deutliche Worte um die Ohren zu fegen. Die Standpauke wirkt und Benrath dreht das Spiel bis zur Halbzeit, in die es mit einer 13:10 Führung geht.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fallen zunächst kaum Tore. Benrath verwirft zwei Siebenmeter und versäumt sträflich eine mögliche 5 Tore Führung. Stattdessen dreht Wersten im Anschluss das Spiel gegen eine ideenlose TSG. 13:15 heißt es plötzlich, das Spiel steht Kopf. Fast 12 Minuten bleiben die Gastgeber ohne eigenes Tor. Doch als allmählich der Knoten platzt und der Anschluss zum 14:15 fällt wacht das Heimteam auf. Durch gezielte Spielerwechsel kann Coach Hampel wieder Schwung in das eigene Spiel bringen und die Mannschaft zeigt auf dem Platz, dass die Punkte hier und heute einzig und allein in Benrath bleiben werden. In der Folge verriegelt die Defensive fast vollständig das eigene Tor und lässt nur noch zwei Gegentore bis zum Schlusspfiff zu. Keeper Mikosz lässt keinen einzigen der vier Siebenmeter gegen sich ins Tor. Aber auch die enorme, jedoch fair eingesetzte Aggressivität der Halb-Deckungsspieler (nur eine Zwei-Minuten Strafe insgesamt), die durch ihr beherztes und frühes Attackieren dem angreifenden Rückraum in der Schlussphase kaum den Spielaufbau ermöglichen, sei hervorzuheben.

An eine solche Moral, wie sie in diesem Spiel gezeigt wurde, wäre in der vergangenen Saison niemals zu denken gewesen. Statt sich dem Schicksal einer längeren torlosen Phase einfach hinzugeben und die Punkte herzuschenken wie in fast 80% der Partien der letzten Saison zeigte sich heute, wie man durch unbedingten Willen sowie lautes und aggressives Verteidigen speziell enge Spiele über den Kampf für sich entscheiden kann.
Am Ende bleibt festzuhalten: Zwei Punkte für Benrath!

Spielverlauf: 2:2 , 5:7 , 11:8, 13:10 (Halbzeit), 13:15, 17:15, 21:16, 22:17 (Schlusspfiff).
Torschützen: Mikosz, Peters, Dominik Czech (4), Dick (4), Patrick Czech (3), Eckert (3), Kiekbusch (2), Sevecke (2), Prommer (2), Pachal (1), Weber (1), Erdmann, Schluesener, Sorge.

Vormachtstellung im Düsseldorfer Süden behauptet

Mit einem wichtigen 20:25 Sieg (8:11 Pausenstand) gegen den Lokalrivalen SFD bestätigt die TSG Benrath „auswärts“ in der Kobi-Halle den Auftaktsieg der Vorwoche und startet mit 4:0 Punkten in die neue Saison.

Das von Coach Stefan Hampel herausgegebene Ziel, die Saison mit zwei Siegen zu beginnen, ist  erreicht worden. Somit geht es nun in die „Herbstpause“, in der sich die Mannschaft ausgiebig auf die kommenden Gegner vorbereiten wird.

Das Spiel verlief im Großen und Ganzen recht unterhaltsam für die Zuschauer. Unnötig aus Benrather Sicht war, dass man sich aufgrund vieler Pfosten- und Lattentreffer in Halbzeit Eins nie spielentscheidend absetzen konnte und den SFD im Spiel lies. Dadurch entstand zeitweise eine hitzige Stimmung insbesondere seitens der Bank und der Zuschauer des SFD, welche durch ein klareres Absetzen in der ersten Halbzeit  so wohl nicht aufgetreten wäre. Die Benrather ließen sich jedoch bis zum Schlusspfiff nicht in Ihrem Spiel beirren und brachten so den verdienten Sieg nach Hause.

Spielverlauf:

1:3, 4:8, 7:10, 8:11 (Pause), 8:13, 13:16, 15:21,18:22, 20:25 (Schluss).

Aufstellung/ Torschützen:

Mikosz, Peters ; Dominik Czech (4), Sevecke (4), Prommer (3), Dick (3), Kiekbusch (3),  Pachal (3), Erdmann (2), Eckhardt (2), Patrick Czech (1), Schlüsener, Sorge

Geschlossene Mannschaftsleistung beschert ersten Heimsieg

27:18 Tore hätte es auf der Anzeigentafel der Kobi-Halle gestanden, würde diese nach unzähligen Monaten einmal wieder funktionieren. Doch weil dessen Instandsetzung und Betrieb in den Aufgabenbereich der Stadt Düsseldorf fallen (und dort bis heute nichts passiert ist) begnügt man sich bis in die laufende Saison mit einem kleinen manuellen Anzeigetäfelchen und einer Zeitnehmeruhr, die wahrscheinlich aus den Zeiten der großen Erfolge im Feldhandball Mitte des letzten Jahrhunderts stammen.

(Robert Sevecke) Wie dem auch sei, die ca. 20-30 Zuschauer brauchten keine Anzeigetafel, um zu erkennen, wer in diesem Spiel von Beginn an den Ton angab. Durch die floskelfreie und zielgerichtete Ansprache des neuen Trainers Stefan Hampel, seines Zeichens erstmalig als Cheftrainer und
Nachfolger von Torsten „Icke“ Fengler an der Seitenlinie der TSG Ersten zu sehen, traten die Benrather von Beginn an hochmotiviert auf und zeigten insbesondere in der Anfangsviertelstunde bis zum ersten Team-Timeout des Gegners einen aggressiven und temporeichen Handball, welcher eine zwischenzeitliche 8:2 Führung zur Folge hatte. Im Anschluss konnten sich die Lintorfer Gäste ein wenig stabilisieren. Gefährlich werden konnten sie der in blau gekleideten TSG jedoch nicht.
Das Kuriosum des Spiels vollbrachte Torwart Markus Mikosz mit seinem ersten Saisontor, einem Wurf aus dem eigenen Torraum direkt in die Maschen des Gegners. Die unmittelbare Forderung seiner Mitspieler nach einer „Kiste“ aufgrund dieses seltenen Ereignisses kam da nicht von ungefähr. In die Halbzeit ging es mit einer 13:7 Führung.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zog die TSG dann wieder das Tempo an und erreichte zwischenzeitlich eine 19:12 Führung. Hervorzuheben ist dabei insbesondere die harte aber ebenso faire Deckungsleistung. Nur eine Zeitstrafe für die TSG im gesamten Spiel belegt das. Erwähnt werden muss allerdings auch die starke Schiedsrichterleistung. Die Unparteiischen leiteten das Spiel mit Übersicht und Fingerspitzengefühl, was zu nur drei Zeitstrafen insgesamt führte. Durch wenige Spielunterbrechungen war das Spiel für Zuschauer und Beteiligte attraktiver als so manch anderes zerpfiffenes Spiel der letzten Saison. Bis zum Abpfiff war der Benrather Sieg nicht mehr in Gefahr und mit etwas mehr Konzentration im Abschluss hätte der Sieg noch höher ausfallen können.

In der Schlussbetrachtung fällt besonders auf, dass sich jeder einzelne in die Torschützenliste eintragen konnte. Sebastian Kiekbusch und Dominik Czech mit jeweils „nur“ fünf Treffern als beste Werfer machen deutlich, dass das neue Benrath in der Breite treffsicherer geworden ist und nicht wie in der Vergangenheit von der Torquote eines einzigen Spielers abhängt.
Es zeigt sich, dass die TSG als kollektiv funktioniert. Neu-Coach Hampel konnte eine Einheit formen, die wieder gemeinsam Handball spielt und sich deutlich von der müden, trainingsfaulen und durch Nebenschauplätze beeinflussten Abstiegsmannschaft der Vorsaison distanziert. Zwar kann Hampel noch nicht mit der Trainingsbeteiligung aller seiner Spieler zufrieden sein. Jedoch sind ein starker Wille und eine hohe Leistungsbereitschaft jedes einzelnen im Laufe der Vorbereitung festzustellen gewesen, was einen deutlichen Unterschied zur Ersten des letzten Jahres darstellt.

Bleibt nun abzuwarten ob der gelungene Auftakt „auswärts“ im Kobi gegen den SFD bestätigt werden kann.

Torschützen: Mikosz (1), Kiekbusch (5), Dominik Czech (5/3), Prommer (3), Sevecke (3), Weber (2), Pachal (2), Schlüssener (2), Sorge (1), Patrick Czech (1), Erdmann (1), Dick (1)

Chance Vertan – Grüner Tisch rettet mal wieder

Team CDG Wuppertal 1M – TSG Benrath 1M 28:27

Es war weder die Uhrzeit, noch war es das fehlende Training am
Donnerstag. Stattdessen waren es zum wiederholten Male die überhastete
Abschlüsse und ein ungeordneter Angriff sowie phasenweise einfache
technische Fehler: Die Erste hat es am vergangenen Sonntag aus eigener
Kraft leider nicht geschafft, die Klasse zu sichern. Einzig der grüne
Tisch (Wermelskirchen zieht zurück) rettet den Klassenerhalt.

Zu Beginn spielten wir uns die Müdigkeit schnell aus den Knochen,
kamen nach einem 6:3 Rückstand wieder heran und machten den Ausgleich.
Die Gastgeber zeigten wenig Varianz im Spiel. Immer wieder wurde nach
dem Kreuzen der Kreis gesucht, oder der RR ging zum Schuss hoch.
Nachdem wir uns in der Abwehr eingestellt hatten konnten wir mit dem
ein oder anderen Spielzug den Hebel erfolgreich ansetzen und zogen bis
zur Halbzeit mit 4 Toren davon. Nach dem Wiederanpfiff kam nun die
(fast schon traditionelle) schlechte Phase, die nur durch mehrere
nicht nachvollziehbare Schiri-Entscheidungen zu Ungunsten der
Gastgeber ausgebügelt werden konnte. Zweitweise stand dieser mit 2
Feldspielern auf dem Parkett. So behielten wir einen Vorsprung von 2
Toren bei, der aber nach einer weiteren Schwächephase um die 45 Minute
herum einschmolz. Vier technische Fehler im Angriff nacheinander und
die Konsequenz daraus (TG der Gastgeber) brachten Wuppertal in Front.
Sekunden vor Schluss hatten wir dann noch einmal die Chance zum
Ausgleich, verpassten dies aber.

Mit dem Unentschieden (18:18) der HSR Rade gegen Mettmann-Sport gab es
dann um 15:00 das denkbar ungünstigste Ergebnis für uns. Beide
Mannschaften haben nun 18 Punkte und stehen über uns.
Zu allem Überfluss siegte Solingen (aufgestockt durch die A-Jugend)
mit 25:19 über Langenfeld.

Sportlich ist die TSG damit abgestiegen. Weil der HC Wermelskirchen
aber zurückzieht, spielt die TSG aller Voraussicht nach auch nächste
Saison in der Landesliga.

50 Minuten den Ersten geärgert

TSG Benrath – TSV Aufderhöhe 21:34

Am vergangenen Samstag stand uns die Außenseiterrolle zum wiederholten
Male gut: Gegen Aufstiegskandidat TSV Aufderhöhe hielten wir 50
Minuten mit. Dann kam der Einbruch. Das Ergebnis spiegelt die Partie
in keinster Weise wieder und trotzdem kann man nicht von unverdientem
Sieg der Gäste sprechen?

Der Beginn der Partie verlief schleppend, erst nach dreieinhalb
Minuten fiel das erste Tor für die Gastgeber. Nach einem kurzzeitigen
3 Tore Abstand (1:3) holten wir auf, und gestalteten die Partie dank
einer konsequenten Deckung ausgeglichen. Allerdings spielte uns der
noch unsichere Rückraum der Gäste mit vielen Fehlschüssen in die
Karten. Halbzeitstand war 10:11.

Nach der Pause brachten wir unsere Farben mit 17:15 sogar in Front, hatten mehrmals die Chance zum 3 Tore Abstand. Nach dem 20:20 brachen wir dann ein: etliche hektische
Abschlüsse, Fehlpässe und weitere technische Fehler führten dazu, dass
Kai in den letzten 10 Minuten 15 mal (!) hinter sich greifen musste,
und wir vorne nur ein einziges Mal das Spielgerät versenkten.

Dennoch stimmte über weite Strecken wieder die Einstellung. An diese
Leistung muss nächste Woche angeknüpft werden. Da Ohligs vergangenes
Wochenende mit 27:24 gegen die Bergischen Panther unterlag, haben sie
nun auch rechnerisch keine Chance mehr an uns vorbeizuziehen. Damit
spielt die TSG Benrath auch nächste Saison in der Landesliga,
vorausgesetzt der TB Wülfrath zieht tatsächlich zurück.

Holger Bartmuss

Bildquelle: RP vom 22.4.2013