Knappe Niederlage in schwachem Handballspiel

Mit 23:21 (Halbzeit 11:10) ging am Ende die TG 81 Düsseldorf als knapper Sieger in einem Spiel vom Platz, welches im Minutentakt unterbrochen war und in dem nie ein richtiger Spielfluss zu Stande kam. 

Insgesamt gestaltete sich das Spiel sehr knapp und äußerst langsam und war von einer Reihe überharter Fouls durchzogen. Mitte der zweiten Hälfte konnte die TG 81 in Folge technischer Fehler im Benrather Aufbauspiel über wenige Kontersituationen die Führung auf 3 Tore ausbauen. Ansonsten gestaltete sich das Spiel auf Augenhöhe und mit ein bisschen mehr Tempo (Stichwort: Zweite Welle) hätte man aus Benrather Sicht noch einiges mehr erreichen können und die langsame Rückwärtsbewegung der Gastgeber ausnutzen müssen.

Als Novum dieser Saison musste Coach Stefan Hampel in Folge von Verletzungen der Abwesenden Patrick Czech und Chris Pachal  einige Zeit als Spieler einspringen. Diese Spielzeit vergoldete er sich mit fünf von fünf getroffenen Siebenmetern. Dennoch reichte es leider nicht dazu die wichtigen zwei Punkte mitzunehmen. Auf der Gegenseite konnte die TG 81 nur 2 von 7 Siebenmetern im Benrather Tor unterbringen.

Als nächster Gegner kommt der Meerbuscher HV am Sonntag den 30.November in die Kobi-Halle. Um 11:30 Uhr ist bereits Anpfiff. Hier wird die TSG versuchen, nach nun drei Niederlagen in Folge das Ruder wieder herumzureißen. Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung.

Tor: Mikosz, Peters

Torschützen: Hampel (5/5), Erdmann (3), Dick (2), Sevecke (2), Prommer (2), Kiekbusch (2), D.Czech (2/1), Sorge (2), Eckert, Schlüsener.

Viele Tore, keine Punkte

Mit einem 31:36 gegen die Zweitvertretung des TV Ratingen kassierte die TSG Erste ihre zweite Saisonniederlage. In einem Spiel, welches lange Zeit ausgeglichen war, konnten die Gäste sich zu Beginn der zweiten Hälfte entscheidend absetzen und die Zwei Punkte mit nach Hause nehmen.

Erfreulich aus Benrather Sicht ist zu nennen, dass sich das Team deutlich gegenüber der Leistung bei Jahn/West in den Punkten Kampfgeist und Treffsicherheit gesteigert hat. Leider konnte die Defensive nicht wie gewohnt überzeugen und lies viel zu viel einfache Gegentore zu. Zum Benrather Leidwesen verletzte sich Kapitän Patrick Czech schon nach ca. 5 Minuten nachdem er im Sprung unfairerweise geschubst wurde und sich bei der Landung am Knie verletzte.

Wie viele Aktionen in einem von beiden Teams sehr harten und teilweise unfair geführten Spieles kamen die Ratinger bei diesem schweren Foul mit einer harmlosen gelben Karte davon. Stattdessen gab es auf Benrather Seite in Halbzeit zwei eine rote Karte für ein zwar hartes, aber niemals rotwürdiges Zupacken in die Anstoßbewegung des Gegenspielers auf Außen. Sicherlich tat lautes Reklamieren und langes am Boden herumliegen der Ratinger Spieler sein Übriges, was aus Gesichtspunkten der Fairness zumindest fragwürdig erscheint.

Dennoch sollte sich keine der beiden Mannschaften hier beklagen. Nur drei Zwei-Minuten Strafen insgesamt ließen wohl erst zu, dass sich das Spiel derartig unfair von beiden Seiten entwickeln konnte. Ein frühzeitiges Entgegenwirken durch die frühe und gezielte Vergabe von Zwei-Minuten Strafen des Schiedsrichters, der ohne Partner das Spiel leiten musste, hätte der übertriebenen Härte und der teils flimreifen Theatralik einzelner Ratinger Spieler enge Grenzen setzen können. Am Ende stehen zwei Punkte für Ratingen in einem unterhaltsamen, torreichen Spiel mit herbem Beigeschmack.

Torschützen: Mikosz, Peters, Dick (7), Prommer (7), Pachal (7), Sevecke (4), Kiekbusch (4), Dominik Czech (1), Erdmann (1), Eckert, Schluesener, Patrick Czech.

Gebrauchter Sonntag im Westen

Das erste Spiel der Saison in fremder Halle schenkt die TSG Benrath mit einer 24:18 Niederlage an den Tabellenvorletzten Jahn/West kläglich ab.

Mag es an der Anwurfzeit Sonntag 14:30 Uhr liegen oder dem ein oder anderen Sündenbock auf dem Spielfeld, den man zur Erklärung seiner eigenen unterirdischen Leistung heranzieht. Es war das schwächste Spiel der laufenden Saison und das Ergebnis ernüchternder Trainingsbeteiligung und mangelndem Zusammenhalt und Kampfgeist im Team an diesem Spieltag.

Und natürlich sollte jeder den Fehler nicht beim anderen suchen, sondern zu allererst bei sich selbst. Zum Spiel gibt es diesmal wenig Erfreuliches zu berichten. Gestaltet sich das Spiel bis zur Pause noch recht ausgeglichen, geht Jahn/West in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit durch einen Freiwurf über den unsortierten Benrather Abwehrblock mit 11:10 in Führung. Die lautstarke Forderung von Trainer Hampel in der Halbzeitansprache, sich nun endlich vor allem im Abschluss zu konzentrieren und das wahre Gesicht auf dem Platz zu zeigen, verpufft sehr schnell. Erschreckende Quoten im Torabschluss durch zahlreiche Fehlwürfe sowohl aus dem Rückraum, als auch aus den sonst so sicheren 7-Meter und Konter Würfen sorgen dafür, dass der Gegner auf 19:14 wegzieht.

Benrath spielt ohne direkten Zug zu Gegenspieler und Tor, Spielzüge werden nicht zu Ende gespielt und der Abschluss geschieht nur noch durch hektische Einzelaktionen. Anstelle sich in einer geschlossenen Einheit, in der jeder für seinen Mitspieler kämpft, zu zeigen, offenbarten sich den Zuschauern sechs Akteure, die sich entweder vor ihrer Verantwortung versteckten oder gegenseitig versuchten die Fehler zuzuschieben. Gegenüber versagt auch die bisher so gelobte Defensive der TSG. Galt sonst die Devise des Trainers „Die neun Meter-Linie gehört uns“, so lud die Abwehr diesmal den Gegner zu zahlreichen Würfen über den Kreis und Außen ein und störte auch die Halben in ihrem Spiel nur wenig effektiv.

Ebenso blieb ab Durchgang zwei das sonst so lautstarke Reden in der Abwehr aus. Bis zum Schluss konnte Jahn/West so relativ ungefährdet den für sie am Ende verdienten 24:18 Sieg einfahren. Entscheidend wird sein, was die Mannschaft aus dieser ersten Saisonniederlage lernt. Coach Hampel forderte unmittelbar nach Abpfiff das Spiel schnell abzuhaken und durch Trainingsbeteiligung unter der Woche klar und deutlich zu machen, dass dies ein Ausrutscher war und so nicht wieder vorkommen wird.

Auch das mannschaftliche Gefüge steht nun auf dem Prüfstein. Jeder wird sich fragen müssen, was er persönlich erreichen will und was er selbst bereit ist für sein Team zu geben und auf dem Feld an Verantwortung zu übernehmen. Worte müssen in Taten – um genau zu sein – in Tore umgesetzt werden. Die Torschützen – Liste dieses Spieles belegt das Gesagte.

Torschützen: Mikosz, Prommer (5), Kiekbusch (3), Sevecke (3), Dick (3), Dominik Czech (2), Sorge (1), Erdmann (1), Eckert, Pachal, Schluesener.

Es fehlten: Patrick Czech (Krankheit), Stephan Peters (Verletzung).

Spielverlauf: 1:3, 3:3, 5:7, 8:7, 11:10, Halbzeit, 16:12, 21:15, 24:18.